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Nah am Wort Gottes – nah bei den Menschen

Leitbild der Evangelischen Kirchengemeinde Düssel

 1.    Vorwort
Jesus Christus spricht: „ Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh.14,6)

Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben
. (Barmer Theologische Erklärung)

Gegründet auf dieses Bekenntnis lebt unsere Gemeinde nah am Wort Gottes und nah bei den Menschen. Das bedeutet für uns, dass Jesus Christus allein Zuspruch und Anspruch unseres Lebens ist und unseren Glauben in Wort und Tat bestimmt. Von dort aus wissen wir uns zum missionarischen und diakonischen Dienst sowie zur Bewahrung der Schöpfung berufen.

Als Christen bedürfen wir der Gemeinschaft und der Nähe im Glauben. Dem dient das gemeindliche Leben. Daher müssen alle Aufgaben, die auf Gemeindeebene getan werden können, auch vor Ort getan werden.

Die Evangelische Kirchengemeinde Düssel fühlt sich der 350jährigen Tradition als selbständige Kirchengemeinde verpflichtet. Sie versteht sich heute entsprechend der veränderten Bevölkerungsstruktur als eine unierte Gemeinde in der gleichermaßen auch Mitglieder reformierten und lutherischen Bekenntnisses eine Heimat finden.

2.    Verkündigung
So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes.“
(Römer 10,17)

Die Verkündigung des Evangeliums ist die zentrale Aufgabe der Kirchengemeinde. Sie geschieht durch in Predigt und Liturgie gut vorbereitete, Herz und Verstand ansprechende und die persönliche Spiritualität fördernde Gottesdienste.

Die Kirchenmusik ist ein wichtiger Teil der Verkündigung.

Besondere Gottesdienste sprechen bestimmte Personengruppen (z.B. Familien- und Jugendgottesdienste) an oder bereichern das Gemeindeleben durch ihre besondere Form (z.B. Meditative Gottesdienste, Osternacht).

In den Amtshandlungen begleiten wir unsere Gemeindeglieder und nehmen zugleich unseren volkskirchlichen und missionarischen Auftrag wahr.

3.    Seelsorge
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1.Korinther 13,13)

Die Seelsorge umfaßt neben der Verkündigung insbesondere die individuelle Be­treuung in besonderen Lebenslagen, Besuche und Gespräche bei Krankheit und höheren Geburtstagen und bei besonderen Ereignissen oder Anliegen, z.B. im Trauerfall.

Die Seelsorge kann auch durch die Vermittlung hilfreicher Angebote anderer Stellen, z.B. der Psychologischen Beratungsstelle des Kirchenkreises, erfolgen.

4.    Sammlung
Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ (Apg. 2, 42)

Die Kirchengemeinde bietet ihren Gliedern eine Vielzahl von Aktivitäten, Gruppen und Kreisen, die das Zusammengehörigkeitsgefühl fördern und zu einer aktiven Beteiligung am Gemeindeleben einladen.

Es werden Kreise für alle Altersgruppen angeboten, die sowohl Frauen wie Männer ansprechen.

5.    Kinder- und Jugendarbeit
Jesus spricht: „ Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes.“ (Markus 10, 14)

Die Kinder- und Jugendarbeit geschieht in einer Vielzahl von Gruppen und Kreisen, die flächendeckend alle Altersgruppen erreichen. Sie wird von hauptamtlichen und zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet. Aus der Jugendarbeit werden ehrenamtliche Mitarbeiter auch für andere Aufgabenbereiche gewonnen.

Die Vorbereitung auf die Konfirmation durch entsprechenden Unterricht und aus­wärtige Freizeiten stellt einen sehr wichtigen Bereich in der Gemeindearbeit dar und geschieht in enger Verbindung mit der sonstigen Jugendarbeit und zu den Eltern.

6.    Mitarbeiter
Es sind verschiedene Gaben,; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter;  aber es ist ein Herr.“ (1.Korinther 12, 4)

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben ist die Gemeinde auf qualifizierte und motivierte haupt-, neben- und ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen, die eine kollegiale und geistliche Dienstgemeinschaft bilden.

Die Gemeinde muss dafür sorgen, dass für ehrenamtliche Aufgaben eine ausrei­chende Anzahl geeigneter Mitarbeiter vorhanden ist, neue Mitarbeiter gewonnen und – so weit nötig – an die Aufgaben herangeführt und ausgebildet werden.

 7.    Dienstleistungen
„Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kolosser 3, 17)

Bestimmte Dienste haben eine herausragende Bedeutung für die Gemeindeglieder. Daraus ergibt sich für uns die Verpflichtung zur Unterhaltung eines eigenen Friedhofes und eines präsenten und qualifiziert besetzten Ge­meindebüros. Hier geschieht Kontaktpflege und Fürsorge.

 8.    Ökumene und übergemeindliche Kontakte
„Aller Welt Enden sehen das Heil unseres Gottes.“ (Psalm 98, 3)

Die herzliche Verbundenheit zu unserer katholischen Schwestergemeinde St. Maxi­min ist uns ein besonderes Anliegen.

Die Gemeinde pflegt das freundschaftliche Miteinander mit Gemeinden und Freikir­chen, die in der Nachbarschaft liegen oder zu denen Verbindungen bestehen, sowie die langjährige Partnerschaft zur Kirchengemeinde in Breddin.

Über das Gustav-Adolf-Werk, die Kenia - Synode und die Missionsarbeit der Landes­kirche weiß sich die Gemeinde mit der weltweiten Christenheit verbunden.

Wir bejahen und fördern die Volksmission und engagieren uns in evangelistischen Veranstaltungen und Angeboten.

9.    Öffentlichkeitsarbeit
So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Matthäus 5, 16)

Über den Gemeindebrief bestehen regelmäßige Kontakte zu allen Gemeindeglie­dern. Durch den Internetauftritt können weltweit alle Interessierten aktuelle Infor­mationen über unsere Gemeinde und ihre Veranstaltungen erhalten; über gute Pres­sekontakte und die daraus resultierenden Veröffentlichungen werden alle Bewohner unseres Gemeindebezirkes über aktuelle Ereignisse informiert.

10.    Wirtschaftlichkeit
Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haus­halter der mancherlei Gnade Gottes.“ (1.Petrus 4, 10)

Geld und Besitz der Gemeinde haben eine dienende Funktion.

In unserer Gemeinde achten wir auf wirtschaftlichen und nachvollziehbaren Umgang mit unseren Finanzmitteln. Unser Handeln entspricht nicht unternehmerischer Zielsetzung, sondern dient der Verwirklichung unserer Aufgaben. Wir planen vorausschauend und setzen Finanzmittel zweck- und zielgerichtet ein.


Dieses Leitbild wurde vom Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Düssel
in seiner Sitzung am 14. Februar 2003 einstimmig beschlossen.
Stand: 02.02.2017